Shopping cart
€ 0,00

Haltbarkeit von bedampftem Heu

Wie lange bleibt bedampftes Heu „gut“?

Eine der Fragen, die sich im Rahmen der täglichen Nutzung eines Heubedampfers häufig stellt, ist die Frage nach der Haltbarkeit von bedampftem Heu. Längst hat sich das Heubedampfen für viele Stall- und Pferdebesitzer bewährt. Es ist Teil des täglichen Stallmanagements geworden. Das Handling ist zwar nicht besonders aufwendig oder kompliziert, dennoch bedarf es einer gewissen Planung, sodass es im täglichen Handlungsablauf praktisch umsetzbar ist. Jeder Stall hat individuelle Gegebenheiten und Voraussetzungen. Viele Pferdebesitzer übernehmen die Aufgabe des Bedampfens selbst oder das Stallpersonal ist nur vormittags da. In diesem Zusammenhang taucht dann oft die Frage auf: Wie lange kann das Heu nach dem Bedampfen bedenkenlos verfüttert werden?

Frisch bedampftes Heu hat seine Vorzüge

Schaltet man den Heubedampfer aus und öffnet man den Deckel, hat man das Gefühl, man sollte das Heu am besten direkt aus dem Bedampfer verfüttern. Natürlich hat dies auch gewisse Vorzüge. Entnimmt man das Heu ganz frisch aus dem Bedampfer, ist es noch leicht angefeuchtet, warm, überaus schmackhaft und duftend. Vor allem im Winter gewinnt man den Eindruck, dass die Pferde das warme Heu in vollsten Zügen genießen und man ihnen damit in jeder Hinsicht „etwas Gutes tut“. Studien belegen, Pferde fressen es auch am liebsten. 

Nach dem Bedampfen sind hochallergene, lungengängige Partikel beseitigt. Die leichte Feuchtigkeit nach dem Bedampfen hat den Vorteil, dass das Futter eine Spur „weniger rau“ ist. Etwaige Feinanteile des Heus bleiben gebunden. Für extrem empfindliche und sehr stark vorbelastete Pferde ist daher ein sofortiges Verfüttern empfehlenswert.

24 Stunden bei richtiger Lagerung kein Problem

Wie oben dargestellt, ist eine Fütterung des ganz frisch bedampften Heus aber nicht immer möglich und auch nicht zwingend nötig. Das Heu kann nach abgeschlossenem Bedampfungsvorgang bedenkenlos innerhalb von 24 Stunden verfüttert werden. Dies wurde durch mehrere, unabhängige Studien zweifelsfrei belegt. Dabei ist allerdings zu beachten, dass das Heu an einem sauberen, trockenen Ort (besser nicht am Boden) gelagert werden sollte, sodass das gereinigte Raufutter nicht (von außen) mit Staub kontaminiert werden kann.

Studien nur für professionelle Heubedampfer gültig

Das oben Gesagte gilt jedenfalls nur dann, wenn mit einem professionellen Heubedampfungsgerät bedampft wurde wie jene von Haygain oder NUVEQ. Für schwache oder gar selbst gebaute Geräte wurde dies nicht im Rahmen wissenschaftlicher Studien belegt. Vielmehr konnte in Versuchen festgestellt werden, dass sich die Schimmel- und Bakterienzahl beim Bedampfen mit einem Eigenbaugerät stark erhöhen kann. Es sollte immer sichergestellt sein, dass das Heu mit ausreichend hohen Temperaturen behandelt wird. Werden in dem Gerät nur Temperaturen bis rund 85° C erreicht, fördert die feuchte Wärme das weitere Anwachsen dieser Kulturen. Das heißt, dass nach dem Bedampfen und während der Lagerung die Keimzahlen explodieren. Eine zuverlässige Vernichtung der stark problematischen Allergene – also Schimmelpilze (im Heu sehr häufig Aspergillus), Milben, Bakterien – wird erst bei Temperaturen ab 90°C, und im Idealfall darüber hinaus, erreicht.

Zu unseren Heubedampfern

Leichte Integration in die tägliche Fütterungsroutine

Sie möchten das Heu von nun an bedampfen, sind sich aber noch nicht sicher, wie Sie das in der Praxis am besten umsetzen können? Wo ein Wille, da auch ein Weg. Das tägliche Bedampfen kann in den meisten Umfeldern relativ reibungs- und problemlos umgesetzt werden. Zum Beispiel kann man eine Zeitschaltuhr einsetzen. Zudem gibt es hitzebeständige Heunetze, die man fürs Bedampfen vorbereiten kann. Sie fragen sich, wie das Bedampfen im Winter klappt? Oder wie viel Strom das Gerät benötigt? Antwort auf diese und viele weitere Fragen finden Sie unter FAQ zum Thema Heubedampfer. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Zu den FAQ über Heubedampfer
Beratungsecke
Vorheriger Betrag
Arnika für Pferde
Nächster Beitrag
Der „Kräuterteegeruch“ von bedampftem Heu