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Winterzeit ist Hustenzeit

Der Winter ist angekommen und viele Pferde haben zu husten begonnen

Ihr Pferd hustet? Bei eisigen Temperaturen, wie wir sie diesen Winter haben keine, Seltenheit. Wir haben Tipps, wie Sie Pferdehusten vermeiden können...Ach wie schön sind sie, die kitschigen Winterwonderland-Facebook-Postings, auf denen angezuckerte Plüschohren, einer verschneiten Traumlandschaft entgegengehend, zu sehen sind. Müssen Sie diese Bilder auch mit eher schwerem Herzen bewundern? Da sind Sie nicht alleine! Viele PerdebesitzerInnen können keine tollen Ausritte im Schnee genießen, denn das Pferd hustet ständig oder ist gar nicht reitbar…. Ohne Statistiken dazu gelesen zu haben, bekommt man dieser Tage allzu leicht den Eindruck: So einen tiefen, kalten Winter gab’s schon lang nicht mehr. „Ein Winter wie früher.“ Dieser Artikel verrät, was Mann/Frau jetzt noch tun kann, um die Atemwege der Pferde während diesem extremen Wintereinbruch zu unterstützen.

Die Atemwege des Pferdes sind von Natur aus stark und sehr “reaktiv”

Grundsätzlich wird zwischen oberen (Nüstern, Nasenhöhlen, Nasengang, Kehlkopf, Luftröhre) und unteren (Bronchien, Lunge) “Luftwegen” unterschieden. Pferde waren ursprünglich auf weiten Flächen beheimatet. Als Fluchttiere sind sie darauf getrimmt vor natürlichen Feinden und potentiellen Gefahren möglichst rasch zu fliehen. Ihre Reaktionsfähigkeit ist daher sehr gut ausgeprägt, was sich auch in den Atemwegen der Pferde widerspiegelt, denn auf der Flucht mussten die Pferdelungen maximale Leistung erbringen. Von Natur aus ist die “Pferdelunge” also ein sehr starkes, anpassungsfähiges Organ, das auf Knopfdruck Höchstleistungen zu erbringen im Stande ist. Um die unteren Atemwege eines Pferdes so funktionstüchtig zu erhalten, sollte es auch regelmäßig einer solchen Belastung ausgesetzt sein. Das moderne, domestizierte Pferd hat solche Reize oft nicht, weshalb die Lunge leistungsschwächer wird, andererseits aber höheren Allergenbelastungen ausgesetzt ist. Oft hört man, dass „moderner Firlefanz“, wie Heubedampfen, die Pferde nur „verweichlicht“. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass aufgrund der Evolution der Pferde als Steppentiere die Pferdelungen zwar mit normalem Umweltstaub relativ problemlos zurechtkommen sollten. Beim Heustaub handelt es sich allerdings meist nicht (nur) um normalen Umweltstaub, sondern der Heustaub setzt sich vielmehr aus einer großen Zahl an lungengängigen Kleinstpartikeln zusammen (vor allem Pilzsporen, aber auch Bakterien, Milben, etc.), die ein sehr großes allergenes Potential besitzen. Damit ist gemeint, dass ein solcher „Pilzstaub“ dazu in der Lage ist, Allergien bwz. allergische Reaktionen auszulösen. Auf diese Art von “Staub” ist und war ein Pferd (genauso wenig wie ein Mensch) ausgerichtet. Heubedampfen “verweichlicht” daher nicht, sondern schützt Ihr Pferd vielmehr vor der Gefahr derartige Allergien zu entwickeln bzw. unterstützt es das Fütterungsmanagement bei bereits erkrankten Tieren.  Die allgemeine Immunabwehr sowie die Beanspruchbarkeit der Atemwege werden nur dann nachhaltig vermindert, wenn man ein Pferd von Umweltbedingungen fern hält, auf die es gerade zu ausgerichtet ist – wie etwa frische, wenn auch kalte Luft oder Zugluft.

Haltungsbedingungen sind zentral:
Frischluft forcieren, Staubbelastung minimieren

Viele Artikel haben in den letzten Wochen bereits über dieses Thema berichtet, daher möchten wir Sie nicht langweilen und alles ein weiteres Mal „durchkauen“, sondern uns möglichst kurz halten. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass – was die Haltungsbedingungen betrifft – oft eine Vielzahl kleiner Faktoren zusammenkommen, die dann das Hustenübel auslösen.

So hustet Ihr Pferd dem Husten was

  • Sorgen Sie für möglichst viel Bewegung an der frischen Luft. Frischluft tut nicht nur den Pferdelungen an sich gut. Thermoreize sind insgesamt für das Immunsystem der Pferde wichtig, sie regen den Blutkreislauf ebenso an wie den Stoffwechsel. Doch bei aller Mühe und gutem Willen, es gibt Tage, da birgt ein Koppelgang (je nach Gegebenheiten im jeweiligen Stall) auch mal zu große Gefahren (eisige, unebene Koppeln, Sturm). In diesen Zeiten ist vor allem auch der Pferdebesitzer gefragt, um den fehlenden Koppelgang mit viel, leichter Bewegung an der Hand oder unter dem Sattel auszugleichen.
  • Gerade im Winter, wo die Möglichkeiten der Bewegung an der frischen Luft häufig eingeschränkt(er) sind, muss darauf geachtet werden, dass das Raufutter (Heu/Heulage/Futterstroh) von einwandfreier Qualität ist. Vor allem Pilzsporen im Heu, aber auch lungengängige Partikel (Bakterien, Milben) können allergische Reaktionen auslösen und stellen eines der größten Gefahrenpotenziale für die Pferdelungen dar. Viele PferdebesitzerInnen bedampfen daher das Raufutter, um die Allergene im Heu zu vernichten. Die Heubedampfung ist eine besonders effektivste Lösung, um die Staubbelastung in der Pferdebox zu minimieren. Nicht nur, dass die (veraltete) Methode des Einweichens nach kurzer Zeit zu einer Explosion der Keimzahlen im eingeweichten Futter führt, können auch das Verdauungssystem und die Entgiftungsorgane durch die “Keimsuppe” stark beansprucht werden.
    (Einen interessanten Artikel zum Thema Heubedampfen finden Sie hier. Aus Überzeugung haben wir die besten Heubedampfungsgeräte, die es auf dem Markt gibt, in unserem Sortiment. Hier geht es zu unseren Haygain Heubedampfern.)
  • Achten Sie auch in Stall und Halle auf frische, staubarme Luft. Wenn es kalt und windig wird, sieht man Stalltüren, Fenster und Reithallentore oft verschlossen. Gutes Durchlüften hilft dabei, den Staub abzutransportieren. Aber nicht nur der Staub, sondern vor allem auch die durch die Atemluft der Pferde produzierte Feuchtigkeit wird beim Fenster hinausgeschickt. Das ist gut, denn ein feuchtwarmes Stallklima ist problematisch, da dies optimale Wachstumsbedingungen für Keime darstellt.

Präventive Maßnahmen um Husten zu verhindern

NAF Respirator - das Ergänzungsfuter für gesunde Pferdelungen und wenn Ihr Pferd hustet!

Wenn man diese drei Punkte betrachtet, sieht man relativ rasch, wie schnell auch nur kleine Veränderungen der Haltungsbedingungen im Winter in Summe das Hustenproblem auslösen können: weniger Koppelgang, weniger Arbeit, mehr Boxenzeit, kein Grünfutter auf den Koppeln, daher mehr (eventuell staubiges) Heu… All das bedeutet: weniger Frischluft bei stark erhöhter (Pilz)Staubbelastung, aber etwa auch höherer Ammoniakbelastung! Die erhöhte Aufnahme keim- und schadstoffbelasteter Luft überfordert das Immunsystem des „frischluftabhängigen“ Pferdes. (Wer sich für das Thema „Immunsystem stärken“ interessiert, einfach hier klicken. Außerdem haben wir in unserer Beratungsecke einen spannenden Artikel zum Thema „Entgiften“.)

Die Lungen sind belastet, mit der Zeit durchaus überbelastet. Krankheitserreger können nicht mehr effektiv bekämpft bzw. auf Allergene kann nicht mehr richtig reagiert werden, was zu Infektionen und allergischen Reaktionen mit beginnendem Husten führen kann. Die Schleimhäute sind dauerhaft gereizt, Entzündungen mit Schleimbildung, bis hin zu Lungenentzündungen mit Fieber, können die Folge sein. Lässt man einen solchen Zustand unbehandelt, können chronische Atemwegserkrankungen die Folge sein.

Oft unklar: wann sollte man bei Husten den Tierarzt rufen?

Bei jedem Hüstelchen den Tierarzt zu rufen, erscheint vielen Pferdebesitzern übertrieben. Es gibt jedoch auch Stimmen, die sagen, dass es keinen Husten gibt, von dem man mit Sicherheit sagen kann, dass er harmlos ist. Dem muss man wohl beipflichten. Der Husten gilt jedenfalls als das Leitsymptom von Atemwegserkrankungen. Er kann produktiv (feucht/mit Auswurf) ausfallen oder unproduktiv (trocken/ohne Auswurf) sein. Manchmal hustet ein Pferd, das bereits unter stärkeren Atemwegsbeschwerden leidet, überhaupt nicht. Oder ein Pferd hustet ab und an, doch handelt es sich wirklich “nur” um einen harmlosen Hustenreiz (etwa eine Reizung der oberen Atemwege durch Staub, Dämpfe, trockene/kalte Luft, etc.). Die Symptome bei Atemwegserkrankungen sind zu vielfältig, um allgemeine Aussagen treffen zu können.
Hier sind einige Indikatoren, bei denen Sie unbedingt sofort einen Tierarzt konsultieren sollten:

  • Fieber: gemessen wir die Temperatur im After mithilfe eines handelsüblichen Fieberthermometers. Die Normaltemperatur bei einem erwachsenen Pferd beträgt zwischen 37,3 – 38,4 °C. Ab einer Körpertemperatur von ca. 39,5°C spricht man von hohem Fieber. Die Normaltemperatur beim Fohlen ist generell etwas höher und liegt bei 38,0 – 39,0 °C.
  • Nasenausfluss: egal ob gelblich/gelblich-grünlicher, blutiger oder weiß-wässriger Nasenausfluss – hier ist eine genaue Diagnose durch einen Tierarzt unbedingt nötig!
  • Geschwollene Lymphknoten können Anzeichen (gefährlicher) Infektionskrankheiten sein – der Tierarzt muss her, zum Schutz Ihres und aller anderen Pferde im Stall!
  • Bauchatmung / Atemnot / Rasselgeräusche bei der Atmung
  • Regelmäßiger Husten

Hierbei handelt es sich um eine beispielhafte und keine abschließende Auflistung an Symptomen, bei welchen Sie dringend einen Tierarzt verständigen bzw. in eine Pferdeklinik fahren sollten. Die Folgen eines übergangenen Infekts oder Hustens, können gravierend sein! Daher darf wohl behauptet werden: lieber einmal zu oft den Tierarzt rufen (und ein etwaiges „Augenverdrehen“ von StallkollegInnen ignorieren), als eine Atemwegserkrankung übergehen und damit einen schweren Infektverlauf oder eine chronische Atemwegserkrankung (Dämpfigkeit, RAO, COPD/COB) riskieren. Der Tierarzt wird nach sorgfältiger Diagnose über die indizierte Therapie und eine etwaige medikamentöse Behandlung entscheiden.

Für starke Lungen sind vielerlei Kräuter, Algen und Früchte gewachsen

Hochwertige Kräuter, Pflanzen und Früchte können dem Atemtrakt des Pferdes gute Dienste leisten. Gemeinsam können sie die Pferdelungen ernährungstechnisch stärken,  sodass sie auch mit höheren Belastungen zurechtkommen können. Vitamin C, Heidelbeere oder Hagebutte unterstützen ein gesundes Atemwegsgewebe. Ingwer, Schisandrabeeren, Gelbwurz und Rosmarin fördern ebenso die Gesunderhaltung der Lungen. Ätherische Öle (wie etwa Nelkenöl oder Eukalyptusöl) regen die natürlichen Ausleitungsfunktionen der Atemwege an. Viele der genannten bzw. weitere Kräuter sind außerdem wertvolle Antioxidantien und sorgen so für ein intaktes Immunsystem. Eine hochwertige Kombination aus Kräutern, welche antioxidative sowie andere gute Eigenschaften besitzen, können eine saubere, gesunde Lunge und eine optimale Atemleistung unterstützen. So haben Pferdelungen auch in Zeiten höherer Belastung eine bessere Chance leistungsfähig zu bleiben. Bei der Zufütterung von Kräutern ist es besonders wichtig ein Qualitätsprodukt zu wählen, das wissenschaftlich fundiert ist. So können Sie sicher sein, dass nur solche Kräuter enthalten sind, die auch tatsächlich für Pferde geeignet sind. Auch die richtigen Konzentrationen sind natürlich zentral!

Die hochwertigen, von Tierärzten & renommierten Pferdeernährungsspezialisten entwickelten NAF Produkte setzen sich aus den besten Zutaten aus der Natur zusammen. Die speziellen NAF Rezepte für die Atemwege enthalten eine Vielzahl wertvoller Kräuter, Algen und Früchte. NAF Respirator, erhältlich als Pulver oder in flüssiger Form, wurde zur Unterstützung des gesamten Atemtraktes und der Schleimhäute entwickelt. Darin enthalten sind etwa Mariendistelsamen, Ginkgoblätter, Schisandrabeeren, Weißdorn, Heidelbeeren, Hagebuttenschalen, Löwenzahnblätter, Gelbwurz, Chlorella (getrocknet), Ingwer, Rosmarin und Süßholz. Im flüssigen NAF Respirator Boost, das Zusatzfutter der Wahl, wenn schnelle Unterstützung geboten ist, sind die meisten der genannten Kräuter als Extrakte enthalten und darüber hinaus noch Oregano, Echinacea, Nelkenöl und Eukalyptusöl. NAF Easy Breathing, mit Eibisch-Blättern, Anis, Knoblauch (getrocknet), Brennessel, Berberitzrinde, Ginkgoblättern und Ingwer bietet ernährungstechnischen Ausgleich für nährstoffarme Wiesen. Es ersetzt das, was Pferde sich in freier Wildbahn selbst aussuchen würden und unterstützt so gesunde Atemwege. Der Wohltuende Sirup, NAF Kof Eze, enthält Pfefferminz- und Teebaumöl und kann dann zum Einsatz kommen, wenn Ihr Pferd in den oberen Luftwegen besonders empfindlich – also mit Reizhusten – auf Umweltstaub reagiert.