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Mein Pferd entgiften (Teil 2)

Mein Pferd entgiften? Warum? Und wie?

TEIL 2: Entgiftungskuren für Pferde

Im Spätherbst nach Saisonende bzw. als Vorbereitung auf die kalt-nasse Jahreszeit, ebenso wie im Frühjahr, vor Beginn der neuen Saison, sind Entgiftungskuren in aller Munde… Was ist damit gemeint? Ist das überhaupt nötig bzw. stimmt eigentlich der häufig hinaus posaunte Leitsatz „Hilft’s nicht, so schadet es nicht“?

Im ersten Teil unseres Themenschwerpunktes „Entgiften“ haben wir primär die Frage behandelt, was ist eigentlich Gift für mein Pferd? Dabei haben wir ausführlich erläutert, welche körpereigenen (Stoffwechselgifte), synthetischen und pflanzlichen Giftstoffe schädlich für den Pferdeorganismus sein können. Im zweiten Teil unserer Fachartikel-Serie gehen wir nun vor allem der essentiellen Frage nach: Wie kann ich meinem Pferd helfen, diese Giftstoffe wieder auszuscheiden? Was sind eigentlich Entgiftungskuren? Womit entgifte ich am besten?

Freie Radikale unschädlich machen

Entgiftungskuren für Pferde: Was bringt es? Womit sollte ich entgiften? Was haben Freie Radikale und Antioxidantien damit zu tun?Nachdem wir in einem ersten Schritt die Giftstoffe näher betrachtet haben, die den Pferdeorganismus häufig belasten, stellt sich nunmehr die zentrale Frage, wie man diese am besten wieder „loswird“. Dies hängt natürlich davon ab, welche Art von Giften ausgeleitet bzw. neutralisiert werden soll. Wir möchten uns in diesem Beitrag auf die sogenannten Freien Radikale konzentrieren. Um diese Stoffe unschädlich zu machen, sind vor allem „Antioxidantien“ zuständig. Was können sie? Worauf sollte geachtet werden, um besonders effektiv zu entgiften?

Freie Radikale belasten den Pferdeorganismus

„Freie Radikale“ – Elemente, mit (mindestens) einem ungepaarten Elektron – sind vor allem körpereigene Elemente, die im Zuge des physiologischen, „notwendigen“ Zellstoffwechsels (in sog. „oxidativen Prozessen“) in jeder Zelle des Pferdekörpers entstehen. Gleichzeitig können solche Radikale aber auch sehr schädlich sein. Freie Radikale entstehen nicht nur „im Inneren“, sondern es gibt auch viele äußere Einflüsse, die deren Bildung anregen oder solche beinhalten (z.B. UV-Licht, Medikamente, allergische Reaktionen, Entzündungen, Konservierungsstoffe im Futter, etc.). Eine Überproduktion an freien Radikalen kann problematisch bzw. sehr belastend für das Pferd sein, insbesondere im Fall einer sehr hohen Ansammlung. Je nachdem, wo sich die Radikalen zusammenfinden, können sie Zellbausteine (etwa von Lipiden, Aminosäuren, Nukleinsäuren, etc.) schädigen und sich so auf das Immunsystem schlagen (wenn etwa Immunzellen strukturell verändert werden) oder sogar Bindegewebe angreifen. Solche Prozesse können mitunter irreparabel sein, weshalb regelmäßige Entgiftungskuren in jedem Fall anzuraten sind.

Antioxidantien fangen Freie Radikale

Eine hohe Produktion an freien Radikalen passiert bei einem Sportpferd allzu leicht, nämlich wenn zum Turnier- und Reisestress und der hohen, körperlichen Belastung noch der eine oder andere Faktor hinzukommt – wie etwa heißes Wetter (also viel UV Licht), kleinere, entzündliche Prozesse (nach Verstauchungen), Reaktionen auf Insektenstiche oder die Verabreichung von Medikamenten. Wie kann diesen Freien Radikalen nun Einhalt geboten werden? Da einem Freien Radikal ein Elektron fehlt, kann es durch die Versorgung mit einem Elektron stabilisiert und damit außer Gefecht gesetzt. Hier kommen die sogenannten. „Antioxidantien“ ins Spiel. Ein Antioxidans oder auch „Freier Radikalfänger“ genannt, besitzt ein Elektron zu viel, welches an die hochreaktiven Freien Radikalen abgegeben wird. Genauso wie man sich kaum „zu gesund“ ernähren kann, schadet es in der Tat nicht, den beanspruchten Pferdeorganismus nach oder auch durchaus einmal während der Saison mit Antioxidantien zu versorgen.

Achtung: Freie Radikale sind nicht gleich Freie Radikale!

Dabei sollte man jedoch folgendes wissen bzw. beachten: Freie Radikale sind nicht gleich Freie Radikale. Je nach ihrer chemischen Struktur gibt es verschiedenartige Freie Radikale (z.B. reine Sauerstoffradikale, Hydroxyradikale oder Stickstoffradikale), die in verschiedensten Umgebungen agieren können (etwa in unterschiedlichen Teilen einer Zellmembran oder im Blut). Dementsprechend ist es entscheidend, auf eine besonders breite, wirkungsvolle Palette an Antioxidantien zu achten.

Starke Antioxidantien für Ihr Pferd

Einige Beispiele für besonders starke Antioxidantien sind Vitamine C und E, Hagebutte, Ginkgo, Gelbwurz, Sanddorn, Artischocke, Löwenzahn, Orangenschale, Mariendistel, Rosmarin aber auch Spurenelemente wie Zink. Die genannten Antioxidantien haben jeweils unterschiedliche Eigenschaften und neutralisieren Freie Radikale in unterschiedlichen Zonen des Körpers bzw. einer Zelle – manche arbeiten eher in wässriger Umgebung, andere sind lipophil (fettlösend), die einen sind sehr spezifisch und wirken stark gegen eine bestimmte Freie Radikal Gattung, andere sind unspezifischer und arbeiten dafür aber sehr „breitflächig“.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass nur ein Produkt mit einer vielfältigen Mischung an starken Antioxidantien den gewünschten Effekt einer möglichst weitgehenden Stabilisierung der Freien Radikalen bringt und bei einer Entgiftungskur in jedem Fall darauf geachtet werden soll. 

D-Tox ist ein einzigartiger Antioxidantienkomplex zur Erhaltung einer optimalen Pferdegesundheit. Pferdperfekt empfiehlt: 2 Mal im Jahr eine Entgiftungskur für Ihr Pferd.Umfangreiche Antioxidantien Komplexe in zahlreichen NAF Produkten

Eine breite Palette an Antioxidantien findet sich in NAF D-Tox oder NAF Immuforte. Auch in vielen anderen NAF Produkten für ein spezifischeres Anliegen finden sich ausgewählte Antioxidantien. Im NAF Respirator sind etwa vor allem jene Freien Radikalfänger enthalten, welche die Atemwege unterstützen bzw. in NAF Superflex finden sich Antioxidantien für die Gelenke.

Entgiftungsorgane unterstützen

Da Insuffizienzen von Leber und Niere oft erst in einem fortgeschrittenem Stadium „handfest“ diagnostiziert werden können (wie etwa im Blutbild), kann auch hier eine ernährungstechnische Unterstützung sinnvoll sein. Eine fortgeschrittene Erkrankung der Entgiftungsorgane ist nämlich häufig irreversibel. Durch die Zufütterung von wertvollen Kräutern kann den Entgiftungsorgane auf natürlichem Weg unter die Arme gegriffen werden. So hat etwa Mariendistelsamen positiven Einfluss auf die Leber, da die Inhalte der Mariendistel die Regeneration der Leberzellen stimuliert und als Radikalfänger – insbesondere im Bereich der Leber – agiert. Auch Schisandrabeeren, Gelbwurz , Artischocke und Löwenzahn werden zur Unterstützung der Leber eingesetzt. Montmorillonit ist ein wertvolles Tonmineral und bietet Support bei der Verdauung.

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